TROX auf dem Prüfstand: Wie viel Veränderung verträgt eine Marke? ft. Holger Schmidhuber

Shownotes

🎧 Abonniert „Von Null Auf Technik“, damit ihr keine Folge verpasst! In unserem TROX Podcast sprechen wir über spannende Themen rund um Klima- und Lüftungstechnik, nachhaltige Gebäude, smarte Innovationen – und werfen auch mal einen Blick hinter die Kulissen.

Wer mehr über die künstlerischen Arbeiten und Ausstellungen von Holger erfahren möchte, findet hier spannende Einblicke!

👉 Alle Folgen gibt’s hier: Von Null auf Technik – Der TROX Podcast

Danke fürs Zuhören – und viel Spaß mit der aktuellen Folge!

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Transkript anzeigen

00:00:03: Herzlich Willkommen zum Trockspotcast, eurem Hörerlebnis

00:00:07: von Null

00:00:08: auf Technik.

00:00:10: Und jetzt Ohrenauf

00:00:11: und

00:00:11: viel

00:00:12: Vergnügen!

00:00:16: So meine Damen und Herren zur Abwechslung des Tages habe ich mir die Mühe gemacht auf diesen wunderbaren Knopf zu drücken und wir begrüßen so einer fantastischen neuen Episode einen ganz besonderen Gast auf den ich mich schon ganz lange gefreut habe in unserer Mitte heute.

00:00:29: Holger Schmittuber schön dass du da bist Martin Du hast ein paar einleitende Worte dazu.

00:00:34: Ich freue mich natürlich auch sehr, dass du da bist!

00:00:36: Wir hatten schon einen extrem inspirierenden Vorgespräch für alle die noch nicht hier als Gast in dem Podcaststudio waren.

00:00:42: das läuft dann immer so, dass wir so ein bisschen anfangen zu Smalltalk und ich dann immer total viele Fragen stelle Für unsere Fakten zu beginnen.

00:00:50: Und ich habe hier ein Sammelsurium aus echt spannenden Dingen über den Holger Die ich jetzt einfach mal von oben nach unten durchgehe.

00:00:56: der Holger ist gerade Von Mallorca zurück.

00:01:01: Dort war ja ein Monat, genauso wie der Martin getroffen.

00:01:03: habt euch nicht weil ich glaube du bist

00:01:05: schon... Er hat gewartet bis sich wieder wegbrennt.

00:01:07: Das ist die Verantwortung und ich kann

00:01:10: jetzt nicht weg, Martin ist weg.

00:01:12: Ist

00:01:12: im wunderschönen Bad Merkentheim geboren vor sechs oder fünf Jahren?

00:01:17: Ich musste mir schon anhören dass es eine Schande ist das ich diesen Ort nicht kenne allerdings nicht vom vom Holger, sondern von Martin.

00:01:23: Weil er meinte ich hätte nie im Außendienst gearbeitet oder so wirklich das erkennen.

00:01:27: Er hat Kommunikationsdesign in Wiesbaden studiert auch mal ein Dreivierteljahr an der Parsons School in New York quasi studiert und dort auch gelebt.

00:01:36: Hat da einen Unternehmen gegründet, das nennt sich Fünf Werken.

00:01:40: tatsächlich kommt das von fünf Studierenden die eine Idee hatten.

00:01:44: am Ende waren es drei Gründer.

00:01:46: Das ist im Grunde genommen eine Markendesignagentur und man beschäftigt sich sehr intensiv auch mit Kommunikationsberatern.

00:01:52: Und da machen wir natürlich auch gemeinsam an vielen Stellen, dann kommen vielleicht nachher noch mal drauf zurück.

00:01:57: Spannend auch immer wieder für mich!

00:01:59: Es gibt auch ne Musikliebe.

00:02:01: Wir spielen gerne Schlagzeug.

00:02:04: Früher in verschiedenen Bands gespielt zum Thema Hardrock glaube ich und auch in Coverbands.

00:02:10: Genau das Rettungsschwimmer DLRG Gold.

00:02:13: Das haben wir auch schon thematisiert.

00:02:16: Und was ich ganz, ganz faszinierend finde ist er hat eine Liebe für Fotografie und auch für Malerei.

00:02:22: Bei der Malerei, ich glaube da steigen wir später auch noch mal ein, aber eins schonmal vorweg jeder, der glaubt dass der Holger sich beschränkt auf Malerei von Bildern.

00:02:30: Der hat quasi einen Fehler gemacht, denn wir bemalen nicht nur Bilder sondern auch Persateppiche handgeknüpfte Persateppe hier.

00:02:38: Da freue ich mich sehr drauf wenn wir gleich nochmal bisschen tiefer einsteigen Und die Leute in deiner Agentur, auch das sicherlich was ganz Interessantes.

00:02:47: Die fürchten sich immer sehr davor, dass du Gäste,

00:02:50: Partner

00:02:51: oder Menschen, die kommen nicht wiedererkennst!

00:02:54: Wir sind froh, dass ja es bei uns nie passiert ist und wir freuen uns riesig darüber, dass Du heute hier bist.

00:02:59: Ach Professor Oeser im Übrigen ihn auch noch habe ich unterschlagen an der Hochschule in Mainz.

00:03:04: von daher ganz viele spannende Dinge.

00:03:06: Schön, dass DU bei uns bist.

00:03:07: Wir freuen uns Riesig auf diesen Podcast zusammen mit Dir.

00:03:11: Ja, vielen Dank für die Einführung und ja auch vielen Dank dass ich überhaupt kommen darf.

00:03:15: Und ich bin auch sehr gespannt wo uns jetzt dieser Podcast hinführt.

00:03:21: wir waren schon sehr vital in den Vorbegesprächen.

00:03:24: Das stimmt!

00:03:25: Die Frage die Martin immer stellt über Holger ist zum einstieg auch eine sehr gemeine.

00:03:29: wie viele Folgen hast du zur Vorbereitung denn schon gehört?

00:03:32: auf der Fall?

00:03:32: Natürlich

00:03:33: alle!

00:03:34: Welche war denn deine Lieblingsfolge?

00:03:37: Jetzt können wir ihn so richtig...

00:03:38: Wir haben ja gerade davor gesprochen, dass ich da alles wieder vergesse.

00:03:42: Also wir haben tatsächlich als wir für Trox den Auftrag hatten in das Redesign zu kommen, dann haben wir uns auch in der Vorbereitung in verschiedenen Podcasts reingehört.

00:03:54: Ich kann es aber wirklich nicht mehr sagen.

00:03:56: Was ist dir da so eine Erinnerung geblieben?

00:03:58: Vielleicht ist das da eine Markast und was war das Beste?

00:04:02: Du bist ja nur noch mich hinaus.

00:04:03: Also fachlich wäre es absurd, wenn ich da jetzt irgendwie etwas Konstruktives von mir gebe... Ich fand die Stimmung gut!

00:04:14: Und auch die Lockerheit, die auch nicht selbstverständlich ist.

00:04:20: Manchmal war's für mich fachlos ein bisschen zu nördig weil ich da auch nicht so tief drin bin.

00:04:28: Und das Schöne ist aber, wenn wir als Designerinnen und Designer in neue Projekte kommen, haben wir ständig neue Themen.

00:04:34: Ob es jetzt mal ein Kunstmuseum ist oder eine Chemiekonzern ... Oder eine Grillmarke wie Webergrill, wo man natürlich sehr viel damit gleich persönlich zu tun hat.

00:04:47: Aber wir tauchen ja ständig in Themen ein mit denen wir nichts zu tun haben.

00:04:52: muss ich tatsächlich zugeben, so oberflächlich reingefühlt reingehört kann das rüber dass es einfach eine gute Stimmung ist und dass die Leute auch recht frei über ihre Themen sprechen ja.

00:05:04: Und nicht so gestellst sind.

00:05:06: Das ist ein spannender Punkt weil du hast ja schon bisschen mit gerade durchgegeben fünf Werken hat uns als Agentur als Unternehmen begleitet.

00:05:15: jetzt über den Restrukturierungsprozess unserer Marke selber.

00:05:18: wie würdest du jemand auf einer Gartenparty den du gar nicht kennst?

00:05:21: eigentlich erklären, was du machst mit der Agentur?

00:05:25: Das ist eine sehr gute Frage.

00:05:29: Ich würde sagen ich kümmere mich darum wie Menschen die oft eben in irgendwelchen Institutionen oder Unternehmen oder wie auch immer arbeiten Wie sie auftreten und aussehen.

00:05:46: aber es ist nicht nur das Visuelle Es ist auch das Hören Und das ist eigentlich meine Aufgabe, sich im Branding professionell damit zu beschäftigen wie jemand auftreten kann und wirken möchte.

00:05:59: Wie man es auch am besten hinbekommt, wie der Wunsch, wie man gesehen werden möchte und die Realität, wie wir das überschneiden.

00:06:08: Das ist mit der wichtigsten Punkt.

00:06:13: Stolz macht mit meinen ganzen Kolleginnen und Kollegen zusammen, wenn wir merken.

00:06:18: Wir haben da was geschafft, dass wir diesen authentischen Kern und gleichzeitig dieses gut verstandene Attraktive nach außen hin zusammen bekommen.

00:06:29: Was glaubst du ist das Allerwichtigste?

00:06:30: Wenn Menschen sich präsentieren... Ist das die Authentizität?

00:06:35: Ja ich bin mir ganz sicher, dass das eigentlich die Wurzel ist echt zu sein Integra zu sein.

00:06:45: Ich finde es aber auch wichtig, sonst bräuchte es gar keine Agentur, sonst müsste man die ja nur coachen und beraten.

00:06:52: Es ist natürlich im Branding wichtig das herauszukristallisieren Also jetzt nicht jedes Eckchen finden was vielleicht kritisch zu bewerten wäre sondern das herauszukristallisieren Was gut ist und trotzdem auch nie etwas geheim halten.

00:07:09: Aber sonst macht Kommunikation keinen Sinn.

00:07:11: Also ich muss ja schauen, welche Story erzähle ich?

00:07:14: Was verstehen die Leute überhaupt?

00:07:15: wie können sie es überhaupt aufnehmen?

00:07:18: Ich meine du sprichst das Thema rebranding.

00:07:20: unbrand ist ja die Marke.

00:07:22: was macht Marken eigentlich aus?

00:07:25: für dich

00:07:26: eine

00:07:26: gute Marke?

00:07:29: Marken sind eine sehr konzentrierte Form von Identität und die Identität besteht aus einem Selbstbild wo wir wirklich auch darauf achten sollten, also jetzt nicht wie als Agentur sondern Unternehmen schon selber.

00:07:45: Wo schaut was für was stehe ich?

00:07:47: Was ist mein Purpose?

00:07:49: und es ist aber auch Image.

00:07:50: das ist das was ich gerade beschrieben habe.

00:07:53: Wie stelle ich mich nach außen hin da und die möchte ich verstanden werden.

00:08:00: Und diese beiden Punkte die sind sehr wichtig dass sie in der Balance sind weil wir kommen ja Wir sind ja alle nicht mehr, also ich bin hier der älteste in der Runde.

00:08:10: Aber ich komme auch nach einer Zeit wo man sehr viel Storytelling gemacht hat und wo man einfach vieles erzählen konnte und die Konsumenten sind eigentlich relativ blind gefolgt.

00:08:18: Und heute haben wir sehr kritische Menschen Auch enttäuschte Menschen vor uns.

00:08:24: Auch das gesellschaftliche Bild zeigt uns ja gerade dass wir niemandem glauben können oder ganz vielen wichtigen menschen in wichtigen Positionen sind.

00:08:35: Lernen wir ja schon als junges Mädchen, als Junge, dass das alles nicht so stimmt und nicht Ideales.

00:08:43: Und ich glaube dieser Balanceakt ist eben ganz wichtig und den kann man auch gut gemeinsam herausarbeiten und dann herauskristallisieren.

00:08:56: Nachdem was du jetzt mit uns gemacht hast, wofür steht für dich die Marke Trox?

00:09:03: fürs Atmen.

00:09:04: Also eigentlich steht ihr ja natürlich für Luft im Gefahrenbereich Brandschutz, aber auch im Wohlfühlbereich oder die Rheinluft im Labor.

00:09:17: Ich glaube ein wichtiger Schritt den wir mit euch zusammen herausgearbeitet haben ist Luft.

00:09:25: Das ist ein Element, aber Atmen können nur Organismen.

00:09:28: Es ist also was Menschliches und deswegen sind wir da ganz stark von der Technik.

00:09:32: Ihr seid ja technisch innovatives Unternehmen Und da gibt es eben auch viele die technisch-innovativ sind und der Mittelstand in Deutschland hat noch viele von diesen tollen Unternehmen.

00:09:43: und gleichzeitig geht jetzt darum wie kriegen wir jetzt diesen Faktor menschreihen dass die Leute auch so eine spürbare Ebene finden.

00:09:50: und deswegen haben wir gesagt Wir müssen das Thema atmen rüberbringen und weniger das Thema gute Luft, die selbstverständlich damit ich eben atmen kann.

00:10:01: Ich glaube jeder der sich nochmal in die Welt fünf Jahre zuvor versetzt und da unseren Markenauftritt noch mal vergleicht mit dem wo wir heute stehen wird wahrnehmen dass wir viel mehr Menschen zeigen und vielmehr mit dem Thema Atmen wohlfühlen Beschäftigen.

00:10:14: auch in der Markenpräsenz ist schon deutlich sichtbar Was schönes kreiert haben.

00:10:21: Sind Menschen da der Schlüssel zur Kommunikation?

00:10:23: Also gerade in technischen Unternehmen oder technisch dominierten Unternehmen ist das so der Trend, oder ist das einfach was zu einem Markenkern auch

00:10:33: gehören muss?

00:10:36: Inzwischen wissen das viele dass Menschen an Menschen interessiert sind.

00:10:39: deswegen tauchen noch überall Menschen auf.

00:10:42: Nur in den meisten Fällen ist das generisch.

00:10:45: Und dass sich lächelnde Menschen oder Leute, die sich die Hand geben und gerade ein Business Deal machen, da sind so alte Bankbildsprachen wenn ich sie jetzt zitiere... Es ist nicht das Schlüsselbild, es ist nicht der Mensch!

00:11:00: Also es ist wichtig diesen menschlichen Faktor mit reinzubringen.

00:11:07: Bei Trox war das jetzt speziell und zwar auch nicht in allen Facetten, sonst wäre es auch nicht glaubwürdig.

00:11:12: Wir haben ja angefangen dieses Atmen mit einem Menschen darzustellen der die Augen geschlossen hat und in sich wie einer Yoga-Position ist.

00:11:21: Ich erinnere mich auch noch an die erste Präsentation wo Udo Jung auch vom Vorstand dabei war natürlich alle von der Marketingleitung Larissa Ritter und Du Martin.

00:11:34: Und da ist erstmal eine Irritation da Und für mich als Gestalter ist es erst mal super, dass das irritierend ist.

00:11:41: Auch wenn's immer eine Gefahr ist, dass man sagt, das geht ja nicht.

00:11:43: Warum sollen wir denn Leute zeigen, die Augen geschlossen haben?

00:11:47: Bei Udo Jung war einfach ... Eine sehr spontane Reaktion da, wo er sagt, es ist aber eigenartig, können wir das machen.

00:11:53: und nach einer halben Stunde sagt der, ich freunde mich immer mehr mit dieser Idee an, dann hat das den gesetzt.

00:12:00: Das ist so schön, wenn man in so einem Flow isst auch wenn es eigentlich erst einmal klassische Lösung ist.

00:12:09: Liegt darin auch der Erfolg von Marken, dass sie unerwartbarer werden?

00:12:15: Also sind von der Warte her Marken einfacher für denjenigen, der sich von außen wahrnimmt.

00:12:24: wenn Sie wie du gerade sagst irritieren und wenn Sie unerwartet sind oder Impuls auslösen das nicht einfach stromlinienförmig.

00:12:35: gewöhnlich Ist das ein Trend?

00:12:38: Ist es eine Erfolgsrezept, wie würdest du das beschreiben.

00:12:43: Also ich bin sicherlich schon auch mal auf die Nase gefallen in meiner Karriere weil ich natürlich auch diese künstlerische Facette auch in meinem Leben habe dieses Thema Irritation und Progressivsein ein wichtiger Punkt ist.

00:12:56: Und ich war als junger Designer auch immer wieder fasziniert von progressiven Ideen, die von mir oder vom Team kam und habe die dann auch stark durchsetzen wollen.

00:13:06: Und musste dann auch lernen.

00:13:08: also einfach nur auffallen ist es nicht!

00:13:10: Einfach nur anders sein ist es genauso wenig... Dazu muss ich eben auch mein Gegenüber gut verstehen.

00:13:19: Und das ist natürlich der Schöne in unserem Beruf, dass man also immer wieder neue Techniken, neue Themen kennenlernt da eintaucht und umso mehr ich dann auch zuhören kann.

00:13:31: Das ist glaube ich ein ganz wichtiger Punkt.

00:13:33: Da ist auch gleich die Gegenfrage an euch.

00:13:36: Inwieweit ihr euch davon uns verstanden fühlt?

00:13:40: Und dann gehört aber diese Portion U dazu!

00:13:42: ... deine Frage zu beantworten.

00:13:45: Also es muss nicht knallharte Irritation sein, aber es muss der Mut da sein etwas anders machen zu wollen... Aber dieses Andersmachen-Wollen muss damit so tun haben dass alle ein gutes Bauchgefühl haben und das ist tatsächlich das Schwierige umso größer die Gruppe isst ja.

00:14:02: also ich hatte damals in meinem Studium Professor gesagt wenn ihr vor zwanzig Leuten präsentieren müsst vergesst es gleich nicht zu einem Ergebnis kommen wenn die alle gleich mit entscheiden können.

00:14:14: Das ist demokratisch schwierig.

00:14:15: Aber wir hatten jetzt hier auch das Glück, dass wir eigentlich eine sehr gute Größe hatten und also auch das Verhältnis von Agenturanteil- und Kundenbeteiligten, dass das war ein guter Verhältniss.

00:14:30: Und dann muss man schauen, man kriegt ja nicht alles durch.

00:14:33: es gibt auch Sachen da wurden wir gestoppt und das kann sein ob das jetzt richtig oder falsch war.

00:14:40: aber ich glaube Schlussendlich Und das ist das Wichtigste.

00:14:44: Es ist nicht alles voller Kompromisse, also eigentlich kaum Kompromise.

00:14:48: und wenn dann sind es Mini-Kompromisse und die Kompromiss haben eher damit zu tun dass du dann, wenn du ehrlich zu dir selber bist so sagst, also hundertprozentig weiß ich ja auch nicht ob das aufgeht.

00:14:58: Ist das tatsächlich auch ein Erfolgsgeheimnis von langfristig am Markt etablierten Marken ganz gleich welcher Colour?

00:15:05: Dass sie genau diese Kompromißlosigkeit mitbringen kann man das als Grundsatz festhalten?

00:15:12: Das denke ich schon.

00:15:14: Und zwar diese Kompromisslosigkeit, die muss erfahrungsbasiert sein.

00:15:19: Es ist ganz wichtig, dass es nicht einfach aus einer Laune oder aus der grundsätzlichen Haltung ... Dass du sagst, ich bin einfach da hart?

00:15:26: Sondern du sagest, nee, ich hab ja die Erfahrung und dieses Lernen wollen... Wir müssen's immer mit Menschen zu tun haben.

00:15:35: Ich suche auch nur Leute bei uns in der Agentur, die neu zu uns kommen, die lernen wollen.

00:15:39: Die wirklich neugierig sind!

00:15:41: Ich glaube am Ende mit den Marken, was ich immer denke ist das muss halt irgendwie einzigartig und individuell sein.

00:15:47: Weil wenn man sich so in dem Umfeld umschaut dann hat man einen Haufen von, ich sag mal bla bla ne?

00:15:54: Also ganz viele Sachen die man sieht sind gar nicht einzig-artig.

00:15:58: also ich denk zum Beispiel wenn ich Werbung zu Autos sehe es gibt vielleicht auch Ausnahmen aber die meisten sind gleich da fährt ein Auto über eine Straße das ist schön geputzt das hat irgendeine Farbe Und sie sind irgendwie alle gleich!

00:16:09: Das ist vielso Blah, blah.

00:16:11: Also alles sehr, sehr gleich und ich glaube heutzutage wünschen die Menschen sich gar nicht so etwas was irgendwie aneckt.

00:16:18: unbedingt klar sind aneckende Sachen immer auffällig aber ich glaube Menschen wünschten sich etwas individuelles und was einzigartiges und ich glaub das ist zumindest das was mich anspricht.

00:16:28: im Hinblick auf Marken habe ich noch eine Frage hast du irgendeine mark wo du sagst die findest du irgendwie sehr besonders?

00:16:36: Weil die sich ganz besonders irgendwie verhält beim Markenauftritt.

00:16:40: Also jetzt gibt's ja so ein paar, die würden jetzt alle nennen.

00:16:42: aber hast du irgendeine wo du sagst, die sticht wirklich besonders gut.

00:16:45: Du meinst im Sinne von merkwürdig?

00:16:47: Nee

00:16:47: nicht merkwürdig einfach da wo du sagtest das ist einfach eine Marke die diesen Marken auftritt und dass Branding sehr sehr gut gemacht hat, die vielleicht noch nicht jeder im Kopf hat oder trotzdem jeder kennt irgendwie.

00:16:57: Der Klassiker in unserer Szene ist natürlich auch immer Apple.

00:17:02: Darüber möchte ich jetzt gar nicht sprechen... Ich habe

00:17:03: gerade übrigens direkt an Apple gedacht und dann hab' ich auch gedacht, was war denn da?

00:17:07: Da stand damals Steve Jobs auf der Bühne und hatte einfach nur ein T-Shirt an, hat einfach mal irgendwie etwas anders gemacht als andere, jetzt auch nicht irgendwie aneckend aber anders einzigartig!

00:17:17: Ja eben auch aus Sicht heraus, sicherlich aus einem starken Ego heraus Und deswegen ist Apple immer ein gutes Beispiel, wenn wir zurückblicken.

00:17:26: Wenn wir uns heute Apple anschauen, ist es sehr mainstreamig und das mag alles richtig sein was die machen.

00:17:31: aber ich würde da jetzt nicht sagen dass mich da irgendwas umhaut in der Kommunikation.

00:17:36: Mainstreamig wäre übrigens der bessere Ausdruck für das was ich blablacken

00:17:41: habe.

00:17:41: Der ist auf jeden Fall akademisch.

00:17:43: Hast

00:17:44: du noch eine andere Marke?

00:17:46: Also

00:17:47: deswegen, ich wollte nicht appellzitieren.

00:17:50: Vielleicht frischer Lego?

00:17:52: Also Lego hat wunderschönes Redesign und vor allem eine wunderschöne Gestaltungssprache wie ich es gerne nenne.

00:18:01: Und Lego hat auch eben aus den Gründen der Digitalisierung und der Vielfältigkeit stark an der Marke gearbeitet.

00:18:12: eine eigene Agentur, aber die haben das mit Interbrand gemacht also so zusammen.

00:18:18: Das heißt ich weiß jetzt nicht was von Lego kam und was von Interbrand kam.

00:18:22: Und das ist in dem Sinn auch wieder etwas sehr Authentisches in dem Sinne dass sie gesagt haben okay wir stellen Kinderspielzeug her sind Bausteine.

00:18:30: und wenn wir das alles als Baustein sehen und bestimmte Symbole aus unserem Bausteinen wieder zusammen bauen aber auch typografisch aus ihren alten Schriften, die eingesetzt worden sind.

00:18:41: Auch eine neue Schrift entwickelt und vor allem auch in der Sprache gemachte Kinder verstehen, die vielleicht noch nicht lesen können.

00:18:47: Das heißt es gibt eine Sprechblase und da ist eine Symbolik drin oder komikartige Satzbauer bestandteile Und das ist für mich ein sehr positives Beispiel, weil es so nah an den Produkten ist und so vielfältig ist.

00:19:07: Es gibt manche die kritisieren das, denn es ist so viel fältig die Möglichkeiten, dass vielleicht auch manchmal die Wiedererkennbarkeit kritisch betrachtet werden könnte.

00:19:17: Das glaube ich aber nicht!

00:19:19: Weil ich glaube wenn wir dann wieder das mal nur... abseits vom reinen Design System sieht, sondern im Kontext sieht.

00:19:26: Weil es wird ja angewandt und in Kommunikation ist glaube ich kann das nur von großem Vorteil sein.

00:19:33: Ist das was aus der reinen Designelehrer vielleicht skandinavische Unternehmen?

00:19:41: Zentral oder südeuropäischen voraus haben.

00:19:44: Diese Klarheit, man spricht ja gerne vom skandinavischen Design, man sagt ja auch bestimmte Einrichtungsstile was ja auch eine Form von Stilgebung sein kann die ja auch wieder von Marken ausgeht ist dann einfach aufgeräumt.

00:19:59: Ist das etwas was man so über ne europäische oder globale Landkarte urteilen kann?

00:20:06: Es ist sicherlich noch da, ich würde sagen in meiner Zeit also in den neunzigern war es noch stärker spürbar.

00:20:12: Da waren's also gerade zum Beispiel holländische, niederländische Designagenturen wo auch dann die Post einfach auch so ein klassisches Volksunternehmen sehr progressives redesign bekommen hat und da ist schon was dran.

00:20:30: aber ich würde jetzt sagen insgesamt gibt es dann schon ganz viele Agenturen, die da gut vorangehen.

00:20:40: Aber jetzt zum Beispiel PayPal ... Das wäre auch so ein Beispiel.

00:20:43: Weil bei Lego haben wir einen Vorteil, dass das ihr Produkt und aus dem Produkt heraus entsteht.

00:20:48: PayPal ist Finanzsystem ja?

00:20:53: Und die haben auch mit einfacher Typo, also auch mit einer radikalen Reduktion auf Typografie.

00:21:00: Die haben mal eine geometrische ... Futura-ähnliche Schriftfett spielen, die mit einfachen Bewegungen auch diesen Bezahlprozess unterstützen.

00:21:14: Und das ist Pendergramm gewesen also eine andere Agentur, die jetzt nicht aus dem Skandinavisch kommt.

00:21:19: Das

00:21:21: ist ja so dass ich glaube beim Branding Mann ... Ich bin kein Experte sondern eher ein Leier, mich auch nachschwachen!

00:21:29: Das ist im BtoB-Bereich, anders als in BTOC.

00:21:35: Jetzt stehen wir ja immer so ein bisschen vor der Frage wie wichtig ist das Branding von Trox bei dem Nutzer des Gebäudes?

00:21:46: Bei uns ist schon auffällig in der Branche dass die meisten Produkte, die quasi der Kunde sieht keine Brand trägt.

00:21:53: Das ist nicht nur bei uns, sondern auch beim Marktgleitern.

00:21:55: So einen Luftdurchlass oder ein Gitter hat in der Regel keine Brand.

00:22:01: Ist das für jemanden aus deiner Perspektive und für jemand, der probiert dafür zu sorgen dass so eine Marke präsent wird?

00:22:07: Und für etwas steht ist es sehr herausfordernd wenn so ne Marke eigentlich am Produkt kaum sichtbar ist.

00:22:14: Es ist sicherlich herausfordernt und es ist klar dass wir bei BtoB und BtoC einen Unterschied haben.

00:22:20: aber dieser Unterschied der ist so klein geworden weil wir heute alle so stark uns auch an Kommunikation über die sozialen Medien gewohnt sind, dass Bilder wichtig sind und dementsprechend haben wir bei BtoB Beziehungen geht es ganz schnell um einen menschlichen Gefühlsfaktor.

00:22:47: Wenn ich zwischen zwei Anbietern entscheiden muss, die beide technisch auf dem Top-Level sind Dann kann dieses Müll an... Ich bin die stärkere Marke.

00:22:59: Bin ich absolut überzeugt überwiegt.

00:23:02: Macht man selber ja auch so?

00:23:03: Ja, absolut!

00:23:05: Man muss auf sich selber achten.

00:23:10: Wir haben zum Beispiel viel Weinmarken gemacht.

00:23:13: Wenn ich jetzt zwei tolle Weine vor mir habe ist es klar dass ich den Wein nehme der mich vom Label her am stärksten überzeugt und höchstwahrscheinlich muss es dann nicht mal der beste Wein sein, sondern das kann schon auch noch einmal stärker sein.

00:23:27: Auch wenn ich mich gut auskenne!

00:23:29: Also klar bei BtoB ist natürlich das Thema Informationsfluss Know-how, Transfer elementar wichtig.

00:23:36: Ich muss wissen dass es was Ordentliches ist.

00:23:39: Ich muss Wissen, dass sich als Architekt oder als Bauunternehmer mit TROX perfekte Lösungen für mein Gebäude habe.

00:23:49: und dann muss ich aber sehr schnell wissen Wie klingen die?

00:23:54: Wie fühlen sie sich an, wie sprechen die.

00:23:56: Das habt ihr natürlich auch über euren Vertrieb und über die Menschen, die ich da auch noch mal an vorderster Front sehe.

00:24:02: aber da sind wir ja auch wieder.

00:24:05: das Corporate Design und das Image ist nichts nach außen Es ist im großen Teil natürlich nach Außen gerichtet Aber es braucht eben auch die Leute, die's im Unternehmen überzeugt Und diese Stärke bringen die natürlich mit sich mit.

00:24:25: Also wir haben jetzt gerade ein Magazin gemacht, was glaube ich ein ganz wichtiges Tool ist um auch so eine Glaubwürdigkeit zu transportieren und auch bisschen tiefer reinzugehen und mal abseits von Lüftungssystemen und technologischen Aspekten zu berichten, sondern über Architektur oder Luft oder Klang zu faszinieren.

00:24:48: Ich glaube das ist die Marke nach innen.

00:24:50: Das ist glaube ich auch nochmal ein ganz wichtiger Punkt dass die Menschen in unserem Unternehmen auch eine hohe Markenidentifikation haben bei dir wiederum nach außensichtbar sind und das auch repräsentiert.

00:25:02: Und da ist jetzt die Frage, die du ja schon die ganze Zeit stellen willst.

00:25:05: Also Martin hat mir heute gesagt ich freu mich schon riesig auf eine Frage.

00:25:08: Ich stelle dir auch nicht, ich überlaste dir.

00:25:09: Aber

00:25:11: ich hoffe, du kommst jetzt darauf?

00:25:12: Weil der Frage wie sehr identifizieren die Menschen sich bei uns eigentlich mit der Marke trockst wenn sie hier ins Gebäude reingehen.

00:25:18: Ganz

00:25:18: genau!

00:25:19: Die anknüpfend... Das ist ein guter Zwischenschritt wäre nämlich die Frage weil du gerade drüber sprichst die Menschen, die die Marke nach außen repräsentieren, denn sich überhaupt auf die Marcke erst mal einlassen.

00:25:36: Also angenommen wie man kommt jetzt das erste Mal zu uns und fängt vielleicht auch später für uns an zu arbeiten?

00:25:42: Wie soll sich eine Marke für denjenigen der für sie tätig ist eigentlich anfühlen?

00:25:48: Was macht da diese Marke aus?

00:25:49: Und das ist jetzt ne geschachtelte Frage wahrscheinlich ich kann es auch sonst nochmal selber überdenken.

00:25:54: nur welchen Weg muss man gehen?

00:25:58: dass das sich nicht nur authentisch anhört, was man nach außen an Schriften oder an Emails oder an Website gibt.

00:26:07: Sondern wie fühlt es sich das an wenn ich mit der in Verbindung bin?

00:26:11: Also in ein Gebäude hineingehe.

00:26:14: Wie ist die Marke im Raum?

00:26:15: Wie erlebe ich sie und wie bewege ich jemanden als Mitarbeitenden dann auch diese Marke kennen zu lernen um eben genau diesen Weg anzutreten.

00:26:27: Martin sagt ja, ganz viele Leute arbeiten hier schon für eine lange Zeit sie stehen für diese Marke.

00:26:33: aber wie bewege ich jemanden dahin das auch aufzunehmen was ich vermitteln möchte mit dieser

00:26:39: Marke?

00:26:41: Ja da hast du schon wichtigen Faktor angesprochen nämlich das Räumliche.

00:26:45: wenn ich jetzt mich hier zum Bewerbungsgespräch bin oder hier als auszubildende Beginn komme ich ja hier rein und nehme natürlich erst mal die Räume wahr, weil ich muss mich auch erst mal orientieren.

00:27:00: Deswegen ist unser Gehirn erstmal darauf fokussiert aber dann auch ganz schnell und zwar auch vieles läuft unterbewusst ab.

00:27:08: was sind da hier für Farben?

00:27:09: Was sind das hier für Materialien?

00:27:11: wie fühlt sich das denn an?

00:27:14: und dementsprechend ist da die Magenarbeit schon elementar wichtig und auch in allem, was ich dieser Person dann übergebe.

00:27:24: Ich meine wir haben immer weniger schriftliches, das ja auch gut ist, dass wir nicht mehr so viel Papierkram haben.

00:27:30: aber jedes Objekt, was sich in die Hand bekomme oder eine Mappe oder eben ein Rechner irgendwo passiert etwas.

00:27:40: Es kann auch klingen.

00:27:42: So Corporate Sound finde ich auch ganz wichtig, das Allfaktorische im Raum spielt teilweise in der Rolle.

00:27:48: da hat man meistens nicht so viele Möglichkeiten wie duftet zum Beispiel auch einen Raum.

00:27:53: War warum eigentlich nicht?

00:27:54: Weil das ist ja übrigens eine Diskussion nicht weil gestern jemand Gyros gegessen hat bei uns aber tatsächlich so ne Marke wie Aber Crombie.

00:28:02: damals hat das massiv extrem gefahren.

00:28:05: Jeder muss so riechen.

00:28:06: Der Raum, den wir haben, riecht so Rituals-Assoziating wie jeder sehr, sehr positiv.

00:28:11: Ich gehe

00:28:11: mir in den Laden gerne rein, weil es da so gut rieht!

00:28:13: Aber ich finde auch bei Motel One zum Beispiel, sieht immer gleich aus, Geruch ähnlich, Licht ähnlich... Du hast sofort irgendwie, wenn du häufig in diesen Hotels bist ohne jetzt zu viel Werbung zu machen.

00:28:23: Es gibt andere Hotels.

00:28:24: Du hast das Gefühl,

00:28:25: dass fühlt sich ein bisschen heimisch an, obwohl du vielleicht das erste Mal in dem Haus bist.

00:28:30: Wie sollte Trox riechnen?

00:28:32: Genau,

00:28:33: das ist gut.

00:28:34: Wir haben tatsächlich Leute die sagen, ich soll dich auf jeden Fall fragen ob du jemanden kennst der uns hilft sowas mal zu entwickeln?

00:28:39: Wie soll

00:28:39: Trox riechen?

00:28:40: gibt es Unternehmen dass aber das mal einfach nur so assoziiert?

00:28:44: Holger du kennst uns jetzt eine längere Zeit.

00:28:47: wie sollte Trox

00:28:48: Riech?

00:28:49: am besten wie in Bottrobomen auf dem T-Träder

00:28:51: nach Koks?

00:28:52: Kohle ja okay haha und Currywurst ne

00:28:55: Ja, ich meine wir haben es gerade mit Motoren und so die Beispiele gehabt wo wir natürlich von künstlichen Gerüchen sprechen.

00:29:02: Die natürlich dann auch noch leichter zu identifizieren sind als Geruch.

00:29:06: aber da wir ja grade vom Atmen gesprochen haben finde ich's eigentlich ganz einfach wenn wir jetzt für uns selber müssen wieder zum Menschen zurück sagen was ist für mich atmen?

00:29:16: Da denken glaube ich viele an Wald zum Beispiel das ein großes Vorbild ist.

00:29:21: also im Endeffekt baut ihr ja eigentlich Systeme die ja dieses Level von guter Luft in der Natur hinbekommen oder dem Nahe kommen, oder ein Großraumbüro in diese Richtung bringen.

00:29:36: Deswegen müssten das wahrscheinlich für mich eher natürliche Töne sein.

00:29:42: also ob das Moos ist darf aber auch nicht so heftig sein.

00:29:48: Also eine Süße.

00:29:50: würde ich jetzt da Künstliche Noten wie Vanille oder Blumennoten wäre ich eher vorsichtig.

00:30:00: Also auch da würde ich sagen, was ist denn der authentische die Geruchspasis?

00:30:05: Und dann ist ja die spannende Frage, wenn wir eine Basis haben.

00:30:09: Wie können wir das auf einer Messe ändern?

00:30:11: Wie machen wir es, wenn man einen Markenraum hätten, wo wir unseren Leuten die Marke zeigen, der darf dann schon ein bisschen auffälliger riechen, weil man dann sagen würde jetzt bist du im Brandbereich und bei einer Meste müsste man sich auch wieder reinversetzen.

00:30:25: wie fühlt sich denn ... Messebesucherin oder Messeversucher.

00:30:28: Immer was mit diesen Menschen um uns rum zu tun, die wir nicht vergessen dürfen und das ist der Klassiker was kreative sowie auch Unternehmen gerne unterschätzen weil sie sagen ich habe ja eine funky Idee und mir machen das jetzt so als cooles.

00:30:43: Und dann sind wir wieder bei dem Ich will halt einfach anders sein aus dem Wunsch anders sein zu wollen und nicht aus dem Der Haltung heraus.

00:30:52: ich möchte dass diese menschen ... meiner Marke näher kommen, weil das ist der Branding-Effekt.

00:30:58: Wir wollen Menschen überzeugen und mitnehmen.

00:31:01: Hast du auf der ISH letztes Jahr bei uns?

00:31:03: Nicht letztes jahr, aber ISH war ich früher auf Besse Frankfurt auch ganz lange als Kunden hatten... Was

00:31:09: wir letztesjahr ja hatten, das war nicht meine Idee, aber war eine extrem gute Idee!

00:31:13: Wir hatten ja oben über dem Messerstand quasi Jet Ventilatoren also Axialventilatorn.

00:31:18: Immer wenn unser musikalischer Jingle eingespielt wurde, haben die ordentlich Wind gemacht und dann hat man auf dem Messe stand.

00:31:24: Das haben wir extra so justiert dass sich angenehm fühlt und meistens ist das Messe ja doch ein bisschen warm.

00:31:29: Die Leute sehen sich mal so ein bisschen nach frischer Luft, da haben wir die eingeschaltet oder dann gab es einen leichten Wind auf dem Messestand.

00:31:38: Und ich glaube auch was du sagst mit der Natur ist richtig!

00:31:42: Ich denke immer sofort, wenn man so was umsetzen kann.

00:31:44: Da erinnere ich mich an ein paar Forschungsvorhaben die es mal gab wo man auch überlegt hat warum fühlen sich Menschen in der Nähe von Wasserfällen oder auch in der nähe von Wäldern besser?

00:31:56: Das hat etwas mit der Ionenzusammensetzung und der Luft zu tun.

00:31:59: Das kann man ganz schwer beziffern, weil das ist mir so ein Gefühl!

00:32:03: Da gab es auch mal Formen, wo er probiert hat die Luft mit Ionen anzureichern, die jetzt in einer Situation einem Wasserfall oder in der Natur näher kommen damit sich die Menschen noch besser fühlen im Zusammenhang mit frischer Luft.

00:32:17: Ich finde es total spannend, Dass wenn man so was hinbekommen würde, dass man einfach noch mehr irgendwie den Gepfekt von einer unserer Visionen.

00:32:27: Wir machen die Luft für Menschen in den Innenräumen so gut wie sie draußen an den besten Orten ist.

00:32:32: Dann wird man noch ein bisschen näher kommen.

00:32:34: Ist das ...

00:32:35: Was?

00:32:35: Ich meine, wir arbeiten da mit vielen Unternehmen zusammen.

00:32:39: Ab wann fängt es an für die Leute, die dann vielleicht auch Geld dafür investieren müssen, esoterik zu werden und sagen, ach, das machen wir nicht!

00:32:46: Das ist Quatsch Weil wir finden es schon irgendwie sinnvoll.

00:32:49: Wir geht's ja auch um Materialien, also du erlebst ja Unternehmen auf der Reise von... Irgendwie, wir müssen noch was anders machen und dann macht man Vorschläge?

00:32:58: Und dann sagen die Ja, nee aber wenn wir jetzt hier die Rückwand ändern müssen, das machen wir nicht!

00:33:02: Nein nein nein, das war schon immer so.

00:33:04: Also wie weit ist es mit dem Mut und der Flexibilität abgesehen davon dass es vielleicht eine budgetäre Frage ist?

00:33:11: Aber wie mutig erlebst du diejenigen die dann entscheiden?

00:33:16: Das wird alles oft unterschätzt, das Beispiel jetzt auch mit den Vendilatoren.

00:33:21: Also auch dieses Fühlen.

00:33:23: Deine Haut ist ja ein ganz riesiges Organ was unwahrscheinlich viel wahrnimmt und das sind natürlich alle Möglichkeiten zu sagen du fühlst, du kannst es jetzt fühlen Es wird in der Regel extrem unterschetzt man kann sie auch sogar kritisch sehen.

00:33:40: also ich habe mal einen Bericht gelesen da ging's gerade auch um die Das olfaktorische Riefen im Speziellen.

00:33:52: In den USA haben wir ja, nach dieser Finanzkrise waren ja unglaublich viele Immobilien leer.

00:33:59: und das Problem ist wenn ich jetzt so eine Immobilie habe die steht seit einem Jahr leer es kommt jemand rein und es riecht muffig.

00:34:06: also auch wenn ich dann mal schnell kurz vorher durchlüfte da ist ein Immobilianunternehmen auf die grandiose Idee gekommen überall Apfel, Huchen Duft einzusetzen und wir kennen das ja auch von Bäckereien.

00:34:21: Das was wir riechen ist oft nicht das Brotbrot sondern dass es der Duft in bestimmte Backketten auch ausströmen wo wir sagen oh lecker Brot naja auf jeden Fall sind die Leute in diese Häuser rein und haben gesagt es riecht ja wie bei Oma.

00:34:37: Kann man das teilweise ein bisschen ethisch-kritisch sehen, moralisch eher kritisch sehen?

00:34:43: Wo man sagt okay.

00:34:45: Weil unser Geruchssinn auch der Gehörsinn, der steht so tief drin und ist so ... Das Sehen ist bei uns sehr rational.

00:34:53: Wir ordnen alles sofort ein aber Töne sind für uns eigentlich erst mal abstrakt und Geruch auch.

00:34:59: Und auch das Gehirn, den Geruchsinn Der Hörsinn ist ja vor dem Seh-Sinn da, wenn wir als Embroyo im Körper sind.

00:35:10: Und daher sind das ganz tiefe für was zu sagen.

00:35:12: Also, da ist unglaublich viel Potenzial da und man sollte es in gutem Nutzen...

00:35:16: Genau!

00:35:17: Es gibt auch immer ein Risiko.

00:35:18: Wir haben auch hier ... Das erinnere ich mich auch an der Vergangenheit dran.

00:35:21: Es gibt doch immer mal wieder Firmen die auf uns zukommen und sagen Ich habe hier die Idee dass wir im Lüftungssystem quasi Duftsprays irgendwie einbringen so dass die Luft im Raum besser riecht.

00:35:34: Das haben wir auch eigentlich immer bisher verworfen, weil es auf der einen Seite vielleicht eine Chance ist.

00:35:39: Weil man vielleicht tolle Sachen damit machen kann.

00:35:40: Auf der anderen Seite aber auch immer ein großes Risiko ist, weil man nicht weiß was machen diese Substanzen mit den Menschen?

00:35:45: Kriegen die davon Kopfschmerzen dann mögen's vielleicht dreißig Prozent doch nicht und deswegen hat sich das in unserer Branche glaube ich nie durchgesetzt, weil sowas halt vom Risiko wenn man zumindest flächendeckend den Lüftungsanlagen macht nicht so gut ist.

00:35:58: Aber ich könnte mir vorstellen für Wenn man mal Luft erlebbar macht in einem Showroom oder auf einer Messe, das ist super.

00:36:06: Was du sagst, finde ich total faszinierend, weil das kennt man bei sich selber, dass was man sieht ... Das hat einen gewissen Einfluss, aber es passiert pausenlos.

00:36:13: Es wechselt ganz oft.

00:36:15: Aber wenn man was riecht und sich irgendwo angenehm fühlt vom Geruch, dann ist das schon anders.

00:36:23: Und wenn man dann auf der Haut vielleicht noch etwas fühlt, ist das nochmal anders.

00:36:25: Ist schon faszinerend!

00:36:28: Gibt es... Unverhandelbare Kerne von Marken, die grundsätzlich nie angefasst werden sollten.

00:36:37: Aus der Erfahrung von dem was du jetzt so über die Jahre begleiten durftest?

00:36:42: Also meinst was von einer Marke da ist wo ich sage dass Darf ich nicht anfassen?

00:36:47: Das sollte nicht angefasst werden.

00:36:49: Gibt es so eine goldene Regel...

00:36:51: Es fängt dann an, also ich kenne das im Weinbeispiel wenn ich jetzt ein Weinlabel habe was Franz von Stuck gemacht hat für einen Weingut und dann zu sagen hey ich hab als Designer da jetzt ne ganz tolle Idee.

00:37:03: Also wenn die so historisch von den Quellen her wertvolle Ansätze sind Da sollte man sich nicht überhöht sehen und sagen das krieg' ich besser hin.

00:37:14: Es gibt aber auch immer wieder, und das ist ja das Schöne an unserem Beruf.

00:37:16: Es gibt immer wieder kreative Wege.

00:37:18: also wir haben auch jetzt nicht dieses Franz von Stuck-Edikett ich weiß gar nicht mehr wie es wein gut heißt.

00:37:26: Langwert von Zimmern der hat auch ein traditionelles Edikett und er hat mit uns einen Redesign gemacht Und da haben wir etwas gemacht was eigentlich schon brutal ist.

00:37:40: Wir haben das Edikette so gelassen wie es ist, weil das formal perfekt ist.

00:37:46: Wir haben natürlich Typografie geändert, weil dass muss ja auch gesetzt werden können und wir haben eine Leuchtfarbe mit eingesetzt.

00:37:52: Das heißt also ein grafisches Element ist mit einer Leucht farbe betont worden.

00:37:56: Und sonst sind wir komplett klassisch geblieben.

00:37:59: Es ist auch richtig erfolgreich dieses Branding.

00:38:04: Weil der Vorteil bei uns ist, bei Weingütern sehen wir immer sofort was es bringt.

00:38:10: Auch da kann ich sehr klar sagen, dass ... jetzt schweife ich ein bisschen ab.

00:38:14: Weil das ist nicht das Beispiel hier, mussten wir wirklich mit Achtung rangehen und behutsam sein.

00:38:20: Aber ja auch schon andere waren wieder radikal verändert.

00:38:25: Und zum Glück sind es auch radikale Erfolge gewesen.

00:38:28: Mhm.

00:38:28: Wo wir gesagt haben... Auch da ist der Vorteil, du sprichst direkt mit dem Winzerin oder dem Winzern?

00:38:34: Mhm.

00:38:35: Und du präsentierst vor denen und dann sagen die, lass uns was machen!

00:38:40: Tatsächlich.

00:38:41: Sie sind ja tatsächlich, wenn ich da einhaken darf, auch wirklich personenbezogene Mann.

00:38:46: Es steht eine Person hinter dem Produkt und nicht über die Historie einfach das Unternehmen übernommen hat, sondern es sind Generationen zum Teil.

00:38:55: Und dann hast du einen direkten Bezug.

00:38:57: Du brauchst wahrscheinlich auch eine gewisse Zeit um besser artikulieren zu können für was diese Person jetzt eben steht.

00:39:06: Du trinkst das Produkt, das kann ich nachvollziehen.

00:39:08: Also du trinkest den Wein... Ich bin da nicht gut drin als ich kann sagen würde schmecken oder nicht?

00:39:12: nur derjenige der das in die Hand nimmt, der kennt die Person dann nicht.

00:39:17: also es gibt jetzt keinen Kenner.

00:39:19: aber wahrscheinlich gibt sich so viele super berühmte Weingüter wo man sagt oh das ist immer ein krasser Erfolg sondern die sind ja in der Handlung.

00:39:28: und schauen sie sich das an.

00:39:29: und dann müssen wir über diesen visuellen Kontakt Da hinter vermuten, wer das wohl gemacht hat.

00:39:36: Das ist ja quasi wenn ich das zusammenfassend sehen würde dieses Kommunikationsmedium.

00:39:40: Du musst in diesem Moment der Aufnahme über das rationale Medium-Auge das transportieren was die Personen dahinter eigentlich geleistet haben.

00:39:49: Ich glaube bei Wein ist voll krass.

00:39:50: Die richtigen Kenner wählen natürlich nicht nach Etiquette aus aber ich glaub dass das Etiquett oder die Aufmachung von so einer Flasche, wenn man diese ansieht zumindest im Massenmarkt für den normalen Weinträger glaube ich ein Riesenroll.

00:40:03: Ich habe eine Frage nochmal an dich.

00:40:04: Du musst nicht beantworten, wenn du nicht willst.

00:40:06: Aber die fände ich für mich spannend zu hören.

00:40:10: Die Antwort frage ich dir am Ende.

00:40:12: Wenn es eine Marke gibt, wo du unheimlich gerne mal ran würdest?

00:40:17: Weil einfach sagst ... Ich finde die Marke eigentlich gut!

00:40:20: Aber sie hat so viel Potenzial in der Verbesserung.

00:40:23: Fällte da einer ein?

00:40:28: Wir würden viele Marken einfallen, für die ich arbeiten würde aber diese sind dann auch zum großen Teil schon sehr gut.

00:40:39: Wobei ist gerade überhaupt nicht dieses Thema und ich bin froh, dass wir auch nicht so viele Autopobilunternehmen zum Kunden-Portfolio haben weil die gerade extrem einsparen.

00:40:51: aber es gäbe schon einige Automarken die sicherlich nicht schlecht dastehen.

00:40:55: aber ich sagen würde ähnlich wie bei Apple Wir können das viel weiter auf die Spitze treiben und ihr habt das Potenzial zu Mut und ihr bräuchtet das vielleicht gerade um euch von all diesen Maken zu unterscheiden.

00:41:07: Lass es mal Audi sein.

00:41:10: Ich würde gerne an Audi gehen und sagen, wie kriegen wir da jetzt diese Radikalität?

00:41:14: Und hier brauchen die

00:41:16: Radikalitäten.

00:41:17: Weil wir stecken da alle im Sumpf, die machen das alles höchst professionell.

00:41:20: Ich würde nie wagen zu sagen es würden wir grundsätzlich besser machen im Sinne vom Handwerk.

00:41:26: Aber diesen Mutfaktor und dieses... Wir müssen doch jetzt irgendwie aus dieser Situation rauskommen und lass uns was riskieren.

00:41:33: Jaguar hat's ja gemacht!

00:41:35: Das war jetzt meine Frage, die ich die ganze Zeit stellen wollte Weil ich weiß nicht, ob jeder weiß wie radikal Jaguar sich jetzt verändert hat.

00:41:42: Vielleicht beschreibst du es mal und gibts mal deine Einschätzung dazu?

00:41:44: Weil das ist ja für die Leute, die überzeugte Jack-Fahrer sind, wir sie selber nennen ... der absolute Wutausbruch gewesen ist.

00:41:52: Ich kaufe nie wieder ein Auto von euch!

00:41:53: Vielleicht kann's das einmal zusammenfassen für die Leuten, ihr wisst gar nicht wissen was da abgegangen ist...

00:41:59: Also Jaguar hat das auch durch diese radikalen Veränderungen im Sinne auch von der Vereinfachung geschafft.

00:42:07: und auch die Module, wie sie konzipiert sind in die grafischen Elemente in der Kommunikation.

00:42:17: Die sind sehr auf den Punkt gebracht und lösen natürlich komplett sich von diesem Jaguar, wo man sagt das ist ein gediegenes Auto.

00:42:27: Man hat zwar noch den Jaguar das Symbol also auch das wurde natürlich stark vereinfacht haben natürlich sich ganz klar auch sicherlich mit dem technologischen digitalen Zeitalter damit auch verjüngt.

00:42:44: Jetzt haben wir bei Jaguar das Problem, dass es jetzt noch nicht wissen wie es sich schlussendlich ausgewirkt hat und weiterhin auswirkt Weil das braucht eben Zeit, es ist langfristig.

00:42:56: Aber Jaguar hat es schon sehr gut gemacht.

00:42:59: ja und jetzt frage ich mich warum die meisten deutschen Automarken ...

00:43:05: Das

00:43:05: noch nicht machen?

00:43:05: Das nicht schaffen!

00:43:06: Ja und alle im gleichen Sumpf sind weil ihr habt das ja vorhin schon gesagt, sie haben eine ähnliche Sprache, jedes Wort sieht ähnlich aus.

00:43:15: Mainstream hab' ich gelernt heute.

00:43:16: Ich habe gerade ... Mainstream ist raus, ne?

00:43:19: Im letzten Semestern Bachelorarbeit bei mir gehabt von Justus, der an Porsche dran ist.

00:43:27: Der auch ganz hart die These gesagt hatte ja Porsche das ist eine alt Männermarke also inzwischen die jungen Kuhlen Ich kenne die zwar auch nicht so Omas, die unter dreißig sind und sich Ferrari und Lamborghini kaufen.

00:43:42: Aber da gibt es einen riesigen Wachstumsmarkt, sind wahrscheinlich oft Rich Kids sag ich mal... Die kaufen sich alle kein Porsche!

00:43:49: Und Porsche hat da ganz viel verloren.

00:43:55: und er hat ja auch eine progressive Kampagne gemacht.

00:43:59: Und wobei ich noch mal KI und Analog, er hat beides Mal den gleichen Film gemacht.

00:44:06: Einmal richtig Fett gedreht mit Riesenteam und einmal mit KI komplett generiert um auch nochmal diesen Test anzugehen.

00:44:14: aber da man merkt schon dass die Jungen auch selber sagen das kann doch nicht so sein der ist ein Autofan ja und versteht es halt nicht wie man so eigentlich Land über die Gefahren übergibt.

00:44:26: Gefahrs ja auch wenn deine Kunden Mit Altern und die Marke mit Alter.

00:44:30: Das passiert wahrscheinlich gar nicht so selten, ne?

00:44:32: Dass du eine Marke in Kundenstand hast und das nicht schafft immer wieder neue Leute anzusprechen.

00:44:37: Bei den Automobilfirmen finde ich mal spannend dass sie auch mit Sounds viel arbeiten und zwar total minimalistisch.

00:44:42: ein BMW und Audi mit diesem

00:44:43: dumm-dumm.

00:44:44: Auch

00:44:45: der Geruch von einem Neuwagen.

00:44:46: Und wo ich auch gerade dann denke... Ist das Manufaktur.

00:44:48: also ist was gemacht?

00:44:49: Ja da sind die Sounds und gemachten.

00:44:50: bei Sounds in der Werbung hat es ja total verändert auch diese ich glaube bei Obis dieser sehr bekannte Sound drinnen und so weiter.

00:44:57: Was wurde jetzt einfach unter Telekom, sehr hoher Wiedererkennungswert?

00:45:00: Was ich mal total faszinierend fand auch zum Thema Branding.

00:45:03: Deshalb werde ich mich immer daran erinnern.

00:45:06: zur Automobilbranche.

00:45:06: Ich war einmal bei einem Referanten von uns.

00:45:08: da gab es eine Keynote von jemandem von AMG.

00:45:13: Das war beim Abendprogramm hatte mit unserer Branche nichts zu tun Und ich saß dann da so und hab sofort gehört Warum ist denn so ne Saundanlage aufgebaut?

00:45:22: Als wir ein bisschen Vortrag anfingen der Atemberaum gut war, wusste ich warum er diese Soundanlage hatte.

00:45:26: Weil unsere Branche ist ja relativ männerlastig da waren haufenweise Männer.

00:45:30: Das hat aber nichts mit dem nicht nur was mit dem Sound zu tun.

00:45:32: IMG steht jetzt für One Man one Engine und so weiter motorisiert und der hatte natürlich total viele Sounds in seiner Präsentation drin und wollte die natürlich richtig super präsentieren auch von der Soundanlage und das passt es so gut zu.

00:45:46: dieser Mark also bin jetzt kein Autoshyp aber ich glaube jemand der jetzt Auto-Mark Der findet so einen Vortrag, wo ich dann die Sounds auch authentisch spüre.

00:45:54: Vorher mit viel Bass halt total ansprechend und erinnert mich immer wenn ich diese Marke sehe denke ich an diese Sounds irgendwie.

00:46:04: Die Thematik mit den Mitaltern das fand ich gerade ganz spannend dass der Martin das gesagt hat weil wenn man jetzt mal in den Drogeriemarkt geht Dann gibt es ja wieder Old Spice zum Beispiel.

00:46:15: was so furchtbar Eigentlich, ich finde es also olfaktorisch eine krasse Katastrophe.

00:46:21: Aber ist das so dass Marken dann irgendwann feststellen?

00:46:24: Dein Ziel auch meine Frage ab wann die das eigentlich feststellen Dass sie eigentlich komplett weg vom Fenster sind und jetzt dringend was an Handlungsbedarf haben?

00:46:35: Ist das der Regelfall oder eher, dass es eine kontinuierliche Markenpflege gibt.

00:46:40: Weil das gibt ja auch durchaus Markenbeispiele.

00:46:43: Pepsi ist ja eines davon was ich immer wieder gerne nehme wo man einfach denkt, das Logo wechselt gefühlt alle zwei Jahre und... Ist das Markenflege in der Form wie man sie aus deiner Sicht tun sollte?

00:46:56: Oder ist es dann einfach meistens so wie im Beispiel Old Spice Man is eigentlich klinisch tot Und dann kommt nochmal der Defibrillator und man guckt ob noch etwas kommt?

00:47:07: Ja, dieses Pepsi-Beispiel ist auch so ein typisches Chart was ich meinen Studierenden zeige.

00:47:11: Wenn man dann so

00:47:13: Coca

00:47:13: Cola Gründung und jetzt und dann zwischendrin ist nichts sondern hat man Pepsi mit diesen ganzen Zwischenschritten die sich dann auch immer wieder neu definiert haben.

00:47:25: also Ich möchte da jetzt auch gar nicht sagen dass es richtig wenn.

00:47:30: das ist falsch.

00:47:31: Es sind eben unterschiedliche Markenstrategien und es hat schon auch viel glaub ich erst mal mit dem Unternehmen zu tun.

00:47:41: Manchmal ist es gut, diese Veränderung reinzubringen und sich wieder neu so entwickeln.

00:47:46: Und manchmal ist es good, sich treu zu bleiben.

00:47:48: Jetzt bei dem Outspice-Ding ist es halt so dass wir natürlich immer auch mal durch diese Retro-Trends die Möglichkeit haben irgendwelche alten Marken wieder zu fahren.

00:48:01: ob das dann funktioniert oder nicht weiß ich jetzt in diesem Fall nicht.

00:48:05: Aber man müsste eigentlich eher sagen, warum ist denn Allzweiß irgendwann mal vom Fenster gewesen?

00:48:11: Das wäre jetzt meine Frage zu sagen.

00:48:15: Wie ist das passiert?

00:48:16: Weil dass es wirklich schade wie Magen Land verlieren oder Terrorar verlieren und weil sie einfach nicht bereit waren sich zu verändern aber zu bewegen.

00:48:30: Und diese Bewegung ist nicht immer nur visuell auch nicht immer nur mit dem Logo zu tun wie jetzt, mit dem Pepsi Cola Beispiel.

00:48:40: Das hat einfach damit zu tun dass man sich die Zeit dafür nehmen muss.

00:48:45: Manche Unternehmen laufen eigentlich dann gut und denken halt es geht immer so weiter und denken zu wenig über die Zukunft.

00:48:55: also ich glaube diese Szenarien in der Zukunft zu denken sind eben wichtig und ich glaube Unternehmen die das tun Die laufen auch nicht Gefahr, dass sie so schnell verschwinden.

00:49:09: Und manchmal ist es aber auch technologische Trends wissen wir ja das manche Sachen einfach dann irgendwann vorbei sind weil eine neue Technologie da ist.

00:49:20: Das kann man dann auch nicht ganz so.

00:49:22: Es wäre zu einfach zu sagen es hätten die alle sehen können.

00:49:25: Aber jetzt, um wieder aufs Auto-Beispiel zurückzukommen.

00:49:29: Da weiß man okay das hätten die ruhig auch schon mal an der einen oder anderen Stelle sehen können und man ist dann einfach zu sehr auf sich bezogen und sagt ja wir sind gut und es wird schon auch so weitergehen.

00:49:43: Unterschätzt man da vielleicht auch die Progressivität von diesen Challenger Marken die dann kommen?

00:49:48: Weil gerade der Automobilbereich in Deutschland galt herüber fast schon ein Jahrhundert als unangreifbar für ausländische Anbieter.

00:49:55: Und jetzt haben wir eben diesen technologischen Cut, wir reden über KI, aber auch über eine starke Elektrifizierung und auf einmal kommen gefühlt zehn neue Marken die dann in den deutschen Markt hinein wollen und dann in der Formsprache, in der Designsprache ganz anders auftreten, aber eben auch in ihrem Markenkern.

00:50:13: also wenn ich heute nach China gucke, der Großteil der Chinesen möchte ja gar kein deutsches Auto mal fahren, die sind viel zu uncool Die wollen lokale Marken kaufen, die kaufen BYD.

00:50:22: Die wollen auch einen Tesla fahren immer noch.

00:50:23: Das ist in Deutschland ja auch ein Auto gewesen was als sehr progressiv wahrgenommen wurde und vor allen Dingen auch diesen haben wollen.

00:50:29: Effekt dieses.

00:50:30: ich differenzier mich über das was ich konsumiere und nach außen zeigen kann als Marke?

00:50:35: Ist das etwas was unterschätzt es dass einfach ein Challenger hier härter rangehen darf und auch innovativer?

00:50:43: ist das Angst bei den deutschen etablier?

00:50:46: also grundsätzlich sehe ich das Problem dass wir unsere Konsumentinnen oder Auftraggeberin oder Käufer unterschätzen.

00:50:59: Das ist eigentlich das Hauptproblem, dass wir uns gesettelt fühlen und so sicher fühlen, vor Selbstbewusstsein strotzen und sagen, uns müssen die Leute einfach folgen!

00:51:11: Das kann in radikalen Geschichten passieren wenn man in Richtung Mode gehen da mag es sein, dass das die richtige Strategie ist so richtig knallhart.

00:51:21: Auch Antikonsumenten mäßig drauf zu sein.

00:51:26: aber ich kenne kaum solche Unternehmen, die sich das leisten können.

00:51:30: und die meisten, die schauen da viel zu wenig in ihr Umfeld und auf die Menschen.

00:51:37: Und Marketing macht oft den Fehler, dass es die Menschen einfach auch unterschätzt.

00:51:42: ja weil man einfach weiß klar, es gibt bestimmte Schichten.

00:51:49: Es gibt ... Bildungsniveaus und so weiter.

00:51:54: Und wir wissen da relativ fachlich natürlich ganz viel.

00:51:58: Aber trotzdem im Endeffekt sind's alles fühlende Menschen.

00:52:02: Da unterscheiden die sich alle nicht.

00:52:05: Also diese Fähigkeit,

00:52:08: sich

00:52:09: zu fühlen und das Umfeld zu füheln hat jeder gesunde Mensch.

00:52:15: Und das wird einfach unterschätzt, weil man dann wieder zu viele Theorien und Strategien hat.

00:52:21: Die zukünstlich sind... Das ist alles jetzt richtig und gut aber die Schnittmenge ist nicht da!

00:52:28: Also das ist meine Kritik.

00:52:31: Ich glaube ganz vieles auch schwer einschätzbar, weil es bei den Menschen ja auch unterbewusst passiert.

00:52:36: Ja

00:52:37: also ich merke dass beim Bike Kleidung, zum Beispiel bei mir selbst auch.

00:52:41: Man hat jetzt keine Ahnung ... drei, vier große Sportbrands?

00:52:44: Ich hab trotzdem eine Lieblingsbrand und ich könnte gar nicht genau sagen warum.

00:52:48: Genau!

00:52:49: Ich habe das auch bei Business-Kleidungen.

00:52:51: Das gibt's auch wahrscheinlich drei, fünf, sechs, sieben, acht Brand die irgendwie gleichwertig sind.

00:52:55: Trotzdem hab' ich meine Lieblungsbranden und ich könnt gar nicht sagen warum weil es einfach irgendwie unterbewusst ist vielleicht aus Erfahrung Gewohnheit vielleicht wenn man sich irgendwie mit dem Logo doch mehr identifiziert Und ich glaube, das ist auch was... Zumindest könnte ich mir vorstellen, dass es ganz schwer kalkulierbar ist.

00:53:12: Was unterbewusst bei den Menschen passiert?

00:53:14: Definitiv!

00:53:15: Da sind wir jetzt in einem Lieblingsbegriff Intuition.

00:53:20: Diese Intuition die ist da und die haben wir alle.

00:53:25: Das sind manche Lockerer oder Freier drin.

00:53:28: Manche Leute haben so viele Schubladen um sich herum, dass schwierig ist, intuitiv zu sein.

00:53:33: Aber im Endeffekt ist das, was natürlich gute Marken schaffen.

00:53:37: Das eben anzukurbeln ohne dass

00:53:39: du

00:53:40: viel drüber nachdenkst.

00:53:41: Genau!

00:53:42: Weil

00:53:42: sobald ich anfange nachzudenken... ...ist die Gefahr da, dass du dir eine andere Sportbrand kaufst weil du dann auf einmal auf Testschaust,

00:53:51: die richtig

00:53:51: damit beschäftigst.

00:53:53: Vor allen Dingen gerade wenn Produkte vergleichbar sind.

00:53:56: Ich meine bei einem Sportshirt.

00:53:58: Ja klar.

00:53:59: Da ist A und B halt einfach gleich.

00:54:00: Dann greifst Du zu der Marke wie ich Wahrscheinlich unterbewussten mehr Ansprüche.

00:54:04: Das sind

00:54:05: die sympathische, das ist wahrscheinlich auch ... Wo

00:54:07: du gute Erfahrungen hast, wo vielleicht auch dein Umfeld damit auftaucht oder Menschen, die du sympathisch findest und da merkst du schon wieder die hohe Komplexität?

00:54:17: Das glaube ich auch.

00:54:18: Menschen, von denen man sympathisch findet.

00:54:21: Deswegen sind auch diese Botschafter.

00:54:23: Wir reden auch über Markenbotschafters.

00:54:25: Die Leute sind unbezahlbar.

00:54:29: komplett trocks.

00:54:29: begeistert ist, sage ich mal ein Architekt der da rumrennt und immer sagt das geilste Unternehmen auf der Welt.

00:54:37: Da müssen wir schon sehr viel in die Werbung stecken um auf ein ähnliches Niveau zu kommen.

00:54:43: Ist das Risiko von der Entwicklung jetzt alles was du in die Richtung Bildsprache Formsprache geht wenn man auf die Entwicklung KI guckt, dass das irgendwann mal ein einheitlicher Brei wird.

00:54:55: Wenn du jetzt in diese Mainstream ist es dann... Ihr lebt ja davon als Agentur auch zu schauen wo steht eine Marke?

00:55:05: Wie nimmt sie sich selber wahr?

00:55:06: wohin entwickeln wir Sie, dass sie authentisch bleibt und bei sich bleibt, dass wir einen Markenkern freilegen und doch besser präsentieren.

00:55:14: Ist das was, was auf absehbare Zeit einfach KI-seitig umsetzbar ist.

00:55:20: Ist das was auch in der Bildsprache, wo du ein Risiko siehst?

00:55:26: Also wir stehen da von einer ähnlichen Herausforderung wie jetzt sage ich mal die etablierte Automobilindustrie gegenüber jetzt Elektrobereich also da wird wahnsinnig viel passieren.

00:55:42: Wir selber haben am momentan sehen dann noch nicht den Druck.

00:55:48: Ich sage mal von Auftraggeberseite, dass viele da auf uns zukommen und sagen jetzt müsst ihr mit KI machen.

00:55:55: Wir sind neugierig deswegen machen wir viel aber wir sind eigentlich eher in so einem Forschungsbereich.

00:56:00: Wir wenden KI zum Beispiel dann eher an um Sachen zu strukturieren.

00:56:04: oder gutes Beispiel sind zum Beispiel Interviews.

00:56:09: Echte Interviews mit Menschen, um rauszufinden wie die sich in einem Unternehmen fühlen und was sie stark oder vielleicht auch schwach finden.

00:56:16: Aber diese Auswertung kann ich wunderschön mit KI schauen.

00:56:21: wo habe ich den Schnittmengen?

00:56:23: Wo hab ich denn verschiedene Pole, in denen es geht?

00:56:28: also sind tolle Möglichkeiten Und Ich würde auch sagen viele kreative Schimpfen gerade haben Angst vor der KI.

00:56:39: Da sage ich jetzt einfach mal ganz brutal, es gibt viel zuviel Marken und Kommunikation.

00:56:46: Die hat nicht die KI gemacht aber die braucht könnte auch die KI problemlos machen weil wir dann schon wieder bei diesem Austausch sparen sind.

00:56:54: Genau diesen Mainstreaming also müssen wirklich uns darum kümmern Und wir müssen als Agentur täglich beweisen dass das nicht unser Ding ist.

00:57:02: Wir müssen auch Kundinnen und Kunden finden die sagen Ich will zu fünffärken weil ich da das Gefühl habe, dass die für mich was Maß schneidern.

00:57:13: Und zwar jetzt einfach nicht wild und nur progressiv, weil es so eine künstlerische Agentur ist, die sich selbst da zelebriert sondern, weil sie einfach so arbeiten.

00:57:25: Weil ... Was die KI definitiv nicht kann also wird auch kreativer werden.

00:57:32: aber Intuition no way.

00:57:36: Erfindungsgeist, no way.

00:57:43: Das wird sie nicht schaffen.

00:57:46: Wir müssen erst mal schauen für uns was finden und das hat wiederum etwas mit Menschen zu tun.

00:57:53: Ich habe gerade Interviews genannt aber grundsätzlich musst du in so eine Welt eintauchen Auftraggeberinnen und Auftrag Geber verstehen, wie die ticken.

00:58:04: Und dann kannst du eigentlich erst anfangen Ideen zu generieren.

00:58:08: Dann musst du schauen was natürlich eine Herausforderung ist weil es schon so vieles gibt.

00:58:13: Wir haben so viele Typografie, wir haben soviel Farben, logofragmente sag ich mal.

00:58:20: Da ist in dem Sinn oft schon alles da gewesen.

00:58:24: Für uns, jetzt komme ich wieder auf diesen Begriff Gestaltungssprache ist eben die Kombination von allem.

00:58:29: Also es geht uns gar nicht mehr so ums Logo auch wenn wir natürlich eine Logo-Design lieben und bei TROX hatten wir auch die Aufgabe.

00:58:36: okay das TROx Logo fasst ihr nicht an ja aber alles drum herum da dürfte dann schon mit ran.

00:58:45: Ferraweise

00:58:46: muss man mal sagen Holger das hat so ne minimalinvasive Kur gekriegt

00:58:50: also bisschen

00:58:51: Da muss man schon schmutzeln.

00:58:53: Das ist kein aufgefallenes Feuer, aber ihr habt das wirklich minimalinvasiv gebotox, sag ich mal.

00:58:59: Also so

00:58:59: verantwortlich sind wir da natürlich dann schon ran gegangen.

00:59:04: auch da haben ja auch miteinander dann auch geschaut was was können wir machen?

00:59:09: Aber das TROX Logo an sich selber ist so da und das ist auch überhaupt nicht wenn wir jetzt alles hätten neu machen dürfen, was natürlich für Gestalter immer aufregender ist.

00:59:25: Ich glaube nicht dass es besser geworden wäre weil den Wert, den so ein bestehendes Logo eben hat und das ist jetzt immer wieder bei diesem Anfassen.

00:59:36: ähnlich haben wir für den Düsseldorfer Flughafen neue Brand gemacht und haben auch mit dem Kunden zusammen entschieden, dass das Logo nicht verändert werden muss gibt es jetzt schon auch wirtschaftlich verantwortliche Faktoren, weil wenn man nicht schaut wo das Düsseldorfer Flughafenlogo an wie viel Stellen das ist.

00:59:53: Wenn man das einfach baulich verändert würde, weil man jetzt einfach und wir kennen solche Beispiele mit deutscher Bahn, wo dann wirklich viele Gelder da draufgehen und da muss man sagen steht es denn in Relation?

01:00:06: Das müssen wir als kreative Lernen.

01:00:08: Unternehmen haben das natürlich automatisch eher darauf, weil die sagen okay Wir haben halt ein Budget oder wir haben gar kein Budget für sowas, ja.

01:00:17: Und wie?

01:00:17: als Kreative müssen lernen.

01:00:18: also wohl lohnt es sich dass wir diesen so eifrig mit Mut reingehen und Veränderungen anschliessen?

01:00:26: Wo ist es denn wichtig auch zu kapieren?

01:00:28: eigentlich ist es ja gut so.

01:00:31: aber auf was ich hinaus wollte das ist die Vielfalt der Elemente die.

01:00:34: wir haben Vorhin von Bildsprache gesprochen und das sind dann auffällige Bilder mit Menschen, mit geschlossenen Augen zum Beispiel.

01:00:44: Aber wir haben auch noch ein Bildsystem in... entwickelt mit so einem Art Splitscreen, wo wir sozusagen zwei Bildwelten zusammenbringen.

01:00:51: Nämlich einmal dann oft eine architektonische technische Ebene und einmal ne menschliche Ebene Und nicht irgendwelche Menschen die hinten im Raum sitzen tolle Architekturen Dann halt wie kleine Ameisen erkennbar sind Sondern wo sie sagen wir sind nah am Menschen und gleichzeitig wollen wir aber auch zeigen dass Trock in coolen Gebäuden verbaut wird.

01:01:12: ja und wirkt.

01:01:16: Du bist ja nebenbei auch an der Hochschule beschäftigt.

01:01:20: Was ist im Grunde genommen das, was einer Hochschulle über Design vermittelt werden kann überhaupt?

01:01:25: Gerade in deinem Feld weil das hört sich jetzt aus unserer technischen Perspektive schon sehr speziell an.

01:01:31: also du sprichst über Schriftarten, über Typografien, du spricher über Design, über Marken.

01:01:38: wie kann man sich das vorstellen?

01:01:39: Also was ist das was an einer HochSchule dazu unterrichtet werden kann?

01:01:45: Ja, okay.

01:01:46: Zum Teil ist es natürlich sehr viel Theorie und da hören die dann zu und vergessen das dann auch gleich wieder.

01:01:53: Sie müssen's natürlich auch anwenden.

01:01:55: Und was ich speziell mache Ich fordere meine Studierende schon von Anfang an ziemlich heraus weil ich lasse sie nämlich Musik hören und zwar jetzt nicht Musik die wir hier so normalerweise in Mainstream Radio hören sondern eben Jazz kann auch klassische Musik sein, können auch Hardcore ganz krasse Musikstile sein.

01:02:19: Ich suche der Musik aus die zumindest aus dem ... Aus Musikern heraus entstanden ist und nicht für einen Markt also wo ich zumindest dran glaube.

01:02:27: ja Und für sie ist das dann eher befremdlich.

01:02:31: und da sind wir nämlich genau bei den Punkt ich will dass die Menschen etwas Fremdes eintauchen so wie wir auch in der Agentur immer wieder neue Themen reinkommen.

01:02:40: Und diese Musik hören wir oft an und es ist für die sehr anstrengend, weil vieles ist manchmal nur nervig oder lärm.

01:02:48: Irgendwann fangen sie an zu hören.

01:02:53: Dann müssen Sie das analysieren wie wir zum Beispiel auch ein Unternehmen analysieren.

01:02:58: Und dann komme ich erst dazu dass ich sage jetzt baut eine visuelle Sprache dazu.

01:03:03: Es ist aber nicht so, dass die Musik hören Wildmalen, das kann man auch als Übung machen.

01:03:09: Sondern es geht darum sie müssen hören Sie müssen versuchen die Musik zu beschreiben und sie müssen das beschrieben dann wieder visualisieren in Farbe Form Bild Typografie vor allem.

01:03:22: Und dass ist so eine Übung da quäl ich die erst mal und das finden die aber dann ziemlich spannend weil sie dann merken Dass sie in der Zeit wo wir daran arbeiten besser das raushören können und gleichzeitig auch eine gute Transformation, Übersetzung hinbekommen mit den Gestaltungselementen.

01:03:45: Aber das ist sehr speziell!

01:03:47: Das ist eine eigene Methodik die ich entwickelt habe.

01:03:54: Weil ich einfach auch das Problem habe dass die Studierenden ganz schnell nach Vorbildern gehen.

01:04:00: Ich sage dann jetzt mach mal ne Anzeige zu einem gesellschaftlichen Thema und dann werden die Anzeige viele davon Plakat gestalten, was ein anderes Plakat eine andere Richtung zitiert.

01:04:15: Und durch diese Musik können sie es gar nicht weil da sind Sie erst mal nur an den Fragmenten.

01:04:20: Ist das so dass das am Ende viel kopiert wird?

01:04:24: Dass man voneinander abschaut, dass wir eine Imitation haben von dem was dann wahrgenommen wird, dass es eigentlich in Original sein soll?

01:04:31: Ja

01:04:32: voll!

01:04:33: Ich weiß gar nicht mehr, wer das war.

01:04:35: Das hat jemand in einem Vortrag erzählt über Monster und Kinder.

01:04:39: Wenn du in den Kindergarten gehst, wo die Kinder drei Jahre sind ... Und denen sagt man halt mal einen Monster!

01:04:45: Da sehen die Monster alle anders aus.

01:04:47: Die haben immer zwei Köpfe, die sind grün oder rot.

01:04:50: Dann gehst du in die Grundschule, dann hast du nur noch so drei-vier Monstertypen... Und wenn er spätestens im Jugendlichen Alter sehen, alle Monster gleich aus?

01:04:57: Weil die Leute sagen ja so sieht ein Monster halt aus.

01:05:00: In der Kreativität singt

01:05:02: Absolut.

01:05:02: Quasi mit der Erfahrung.

01:05:04: Sie sind alles abtrainiert.

01:05:06: Genau, jetzt bekomme ich das wieder beieinander.

01:05:07: Der Kollege hat dann in dem Vortrag immer gesagt, dass eigentlich in den innovativen Unternehmen super wichtig ist, dass man es irgendwie schafft diese Kreativität... Trotz steigender Erfahrung irgendwie auf einem hohen Level zu halten.

01:05:18: Weil die singt automatisch, umso mehr man lernt, mehr Erfahrungen sind die Dinge halt irgendwie klarer.

01:05:24: Der Horizont wird dann immer... Jetzt

01:05:26: bevor wir hier ... Wir sind jetzt schon sehr weit in der Zeit.

01:05:28: Ich möchte aber mal kurz auf dieses Buchnummer zurückzuholen weil das hast du uns ja extra mitgebracht Time Liberates Truth vier Shapes ein Buch von Holger Schmidhuber.

01:05:36: Ich halte es mal so in die Kamera.

01:05:38: Kannst du sehen?

01:05:39: Fühlt

01:05:39: sich schon gut an.

01:05:39: sag uns doch mal kurz paar Sätze zu dem Buch.

01:05:42: was ist da drin?

01:05:43: wo kommt das her?

01:05:44: Und was wird sie eben am Sachen, dem du in drei Sätzen erklären musst?

01:05:49: Was hat es damit auf sich.

01:05:51: Also das ist ein sogenanntes Künstlerbuch und Künstlabuch heißt dass der Künstlers selber stark an den Buch beteiligt ist auch wenn jetzt die eigene Agentur im speziellen Dominic Schmidt, ein sehr guter Designer umgesetzt hat.

01:06:10: Und es geht eigentlich um einen Forschungsfreisemester wobei das Forschungs- freisemesser war also der Impuls dass ich eine Publikation mache über meinen Mein Werk.

01:06:22: Und vielleicht viel wichtiger nochmal zu sagen, dass ich eben neben fünf Werken, das ist ein komplett anderer Bereich auch künstlerisch tätig bin und beides liebe.

01:06:32: Ich werde oft angesprochen warum tust du dir beides an ja?

01:06:36: Und dann sage ich, ich liebe es so sehr in der Agentur eine Aufgabe zu haben im Team zu arbeiten und Strategie zu folgen.

01:06:49: Und im Atelier bin ich wiederum so glücklich, alleine zu sein und komplett selbst verantwortlich für meine Werke zu sein.

01:06:58: Und das sind zwei ganz extreme Pole.

01:07:00: Du warst für das Buch ja unterwegs?

01:07:03: Genau!

01:07:03: Ich war im Amazonas.

01:07:04: Das sehen die Votos.

01:07:05: Die Forschungsreise... Rio Negro entlang und hab speziell dort fotografiert.

01:07:14: Da gibt es nämlich durch dieses Schwarzwasser extreme Spiegelung, wenn das Wasser so still steht ist zwischen dem Horizont also wo der Wald ist und der Wasserspiegelung.

01:07:24: man kann es kaum unterscheiden.

01:07:27: Beides sind sehr klare starke Abbildungen.

01:07:31: War das was du vorher schon wusstest?

01:07:33: Und hast gesagt dass möchte ich auf jeden Fall erleben.

01:07:35: oder war das einfach so... Ich guck mal was.

01:07:37: ich war

01:07:37: zufällig da.

01:07:39: Ich war gerade in der Nachbarschaft.

01:07:40: Also tatsächlich habe ich das im November letzten Jahres entschieden, im Februar bin ich also dann nochmal kurz dahin gereist und war dann auch in einer Expedition nur mit Brasilianerinnen und Brasilianern, war so der Fremdkörper ja und es war eine total tolle Gruppe kommt da nur entlang.

01:08:04: Ich wollte eigentlich keine Kreuzfahrt machen, also es ist so eine kleine Schiffskreuzfahrtt, elf Tage lang ... Aber man kommt an diese Stellen gar nicht ran.

01:08:13: Also das auch wieder so ne naive Vorstellung.

01:08:17: ich will dahin und da fotografieren und lauf dadurch den Wald und dann merkt man, ich komme da gar nicht dran weil es ging um dem primären Regenwald dass was wirklich noch unberührt ist.

01:08:26: Jetzt was dir auffällt beim Durchblättern?

01:08:28: Und da hatte ich bei der Einleitung ja schon kurz etwas zu gesagt Du bemalst ja handgeknüpfte Persateppiche, ne?

01:08:36: Wie zur Hölle kommt man aus die Idee.

01:08:38: Ich bemale heute mal ein Handgeknüpfend Persateppe.

01:08:42: Zum Beispiel du glaub ich für die Leute, die jetzt denken das sind die aus dem Möbelhaus.

01:08:47: Sie sind ja eher handgeklappt.

01:08:48: Genau, ein bisschen dazu wer sich in erster Linie auch vornehmlich im Iran also ehemals Persien denn überhaupt mit diesem Handwerk beschäftigt und wie dann jemand auf diese Idee kommt, das zu dir zu bringen.

01:09:01: Aber dieses Story ist glaube ich super spannend einfach und zum Nachvollziehen.

01:09:08: Es war eigentlich eine relativ banale Frage die mir gestellt habe, die auch so unlösbar schien.

01:09:15: Ich hab gesagt warum kann ich denn einen tollen alten Teppich?

01:09:19: Mir ging es nicht um neue schöne Teppiche sondern eher um benutzte Teppche die aber auch durch das Handgeknüpfte ein Unikat sind.

01:09:29: Auch da ist wieder klar, dieses individuelle spielt eine große Rolle und ich habe gesagt ja es wäre doch toll wenn ich den als Leinwand benutze.

01:09:38: und meine Frau die Malerin ist hat erst meinen Kopf geschüttelt hat gesagt sie wirst du nicht schaffen?

01:09:42: Die Farbe platzt ab und das ist technisch nicht möglich.

01:09:48: und dann hab' ich also noch halb bis dreiviertel Jahre an der Farbe gearbeitet mit Hilfe von einem Freund der Künstler ist Farbtechnik richtig gut auskennt und habe aber in der Zeit eine Farbe entwickelt, die eben gut funktioniert.

01:10:03: Und dieser Teppich ist rollbar man kann mit dem Staubsauger drüber und vor allem muss man auch drüber laufen können.

01:10:09: Also es soll tatsächlich ein benutzbarer Gegenstand

01:10:14: sein.

01:10:14: Das war diese Sache und da sind wir auch wieder bei Menschen weil Die anderen Arbeiten, die da drin sind, hängen an der Wand und die sollte man eigentlich auch nicht anfassen.

01:10:25: Aber der Teppich ist etwas... Der ist ganz nah am Menschen.

01:10:29: Und ich hatte damals, als ich gerade mit der Serie begonnen hatte das große Glück im Museum Wiesbaden eine große Einzelshow zu haben.

01:10:36: Und dort waren viele Teppiche bei den alten Meistern.

01:10:40: Und dann kam eine Pädagogin, die mit Vorschulklasse Kindern unterwegs war und hat gesagt, wir waren gerade beim Ausstellungsaufbau.

01:10:48: Und hatte gesagt ja, die Kinder fragen die ganze Zeit was das ist?

01:10:51: Und dürfen sie da drauf gehen?

01:10:53: Dann habe ich gesagt Ja natürlich bitte!

01:10:56: Und dann haben die Kinder gesagt Kinder, ihr dürft drauf und dann sind die auf diese Perserteppiche zugerannt.

01:11:01: Als wär's das Tollste auf der ganzen Welt!

01:11:03: Wenn du das zu Hause sagen würdest, du darfst da hier auf dem Teppich spielen würde dich das Kind anschauen.

01:11:08: Aber weil Ihnen natürlich vorher gesagt wurde, Ihr dürft nichts anfassen.

01:11:11: Ja?

01:11:12: Ihr müsst schön brav

01:11:12: sein.

01:11:13: Das ist halt so nah, so nahbar zum Anfassen.

01:11:17: Genau dieser Punkt ist ja der dass wir auch Kunst zum Teil positionieren, dass sie in irgendeiner Form erhöht ist.

01:11:26: Genau!

01:11:26: Also dieses... Nicht hinter Panzerglas sondern... Genau und das Hinterpanzer-Glas dieses... Sieh mal

01:11:31: eine Distanz

01:11:33: zum Leyen herab

01:11:35: geblickt

01:11:36: Sozusagen, die Unwürdigen dürfen sich das auch anschauen.

01:11:40: Aber sie sind keine Kunsthistoriker und sagen jetzt Kasper David Friedig was auch immer.

01:11:45: wie auch immer ich habe zuletzt erst gelernt die Mona Lisa ist auf Pappelholz gemalt.

01:11:49: Ich dachte mal es wäre eine Leinwand gewesen nicht Kritha.

01:11:51: aber ist das so?

01:11:52: muss Kunst erlebbar nah bei seinem Raum?

01:11:55: macht es das am Ende aus indem es nicht diese künstliche Distanz aufbaut?

01:12:00: Also es gibt heute schon sehr viele im zeitgenössischen Kontext, wo natürlich Kunst auch die Trennung dann zu was zur Innenarchitektur gar nicht so groß ist.

01:12:12: Sondern Tobias Rehberger der sowas zum Beispiel macht.

01:12:16: aber ein ganz großer Teil Vor allem die klassische Kunst ist eben so, dass sie eigentlich mit Distanz betrachtet werden soll.

01:12:25: Und das Spezielle war jetzt nicht nur die Berührung mit dem Material, mit dem Teppich sondern auch, dass die Leute, die diese Teppiche haben, auch gerne ihren Tisch draufstellen sollen, ihr Sofa darauf stellen sollen.

01:12:39: also es macht natürlich keinen Sinn wenn alles vollgestellt ist dann brauche ich ja kein Gemälde.

01:12:44: aber ich mache damit natürlich Die Besitzerinnen und Besitzer sind schon Akteur.

01:12:50: Hier hat auch jemand ein Schlachtzeug draufgestellt.

01:12:52: Ja, das ist der

01:12:53: Freund Jare van Golen genau!

01:12:55: Der hatte es dann im Proberaum gehabt weil dem habe ich dann eine Säbische gegeben hab gesagt nutzt das mal als Partitur und machte eine Komposition dazu.

01:13:04: also auch das war eine Installation in den Museum Wiesbaden.

01:13:08: Man merkt schon wir könnten das jetzt noch Stunden sofort sein.

01:13:10: Es ist eigentlich

01:13:10: halbis

01:13:11: für drei eine Stunde zwölf Eine Stunde dreizehn.

01:13:14: Deswegen würde ich sagen, wir machen jetzt mal einen Cut.

01:13:16: Hat super viel Spaß gemacht mit dir Holger!

01:13:18: Ich hätte noch Stunden weitermachen können glaube ich weil es einfach total Spaß macht über Kunstmarken, Malerei und so weiter mit ihr zu sprechen.

01:13:26: Vielen vielen Dank dass du da warst auf jeden Fall.

01:13:28: Danke schön auf jeden fall.

01:13:29: Inspirierend.

01:13:30: Vielen Dank fürs Zuhören Und wir freuen uns aufs nächste Mal.

01:13:33: Ganz genau!

01:13:34: Und für den Fall, dass sich noch keiner dazu entschieden hat, uns zu folgen und zu bewerten – das kann er gerne tun.

01:13:38: Genau, fünf Sterne gehen?

01:13:39: Natürlich fünf Sternen alles runter akzeptieren wir nicht.

01:13:42: Und ich glaube, für diese Folge gibt es fast gar keine Show-Noses.

01:13:45: Seid denn hast du eine Ausstellung irgendwie, auf die wir hinweisen könnten?

01:13:48: Also die Ausstellung ist jetzt gerade in Antrasch eröffnet worden und läuft bis Mitte März.

01:13:55: Also mit dem März nächsten Jahres... Also

01:13:57: Antrash Majorca, also erst mal dahin.

01:14:01: Und dann ist noch eine Ausstellung, die ist aber nur in der Privatsammlung.

01:14:06: Da kann man leider nicht öffentlich hingehen...

01:14:08: Okay, die vermerken wir da nicht von so schönen Leuten auf der Tür!

01:14:10: Wir machen ja die zweite Folge, wenn wir als Dienstgeil gehen bei Joachim.

01:14:15: Das kriegen wir hin.

01:14:16: Lieber Holger, vielen Dank für deine Zeit.

01:14:17: Schön, dass du dabei warst und wir freuen uns auf Teil zwei mit dir.

01:14:22: Auf jeden Fall in diesem Sinne.

01:14:23: Machen Sie es gut bis zum nächsten

01:14:24: Mal.

01:14:27: Und das war sie auch schon?

01:14:28: Die aktuelle Episode unseres Podcasts.

01:14:32: Wenn es euch gefallen hat, lasst uns gerne eine positive Bewertung da und aboniert natürlich unseren Kanal.

01:14:38: Und wenn ihr Fragen oder Themenwünsche habt, schreibt es gern in die Kommentare!

01:14:43: Schön dass ihr dabei wart und bis zum nächsten Mal.

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